Derzeit befinden sich 33 Wirkstoffe in fünf therapeutischen Bereichen in unserer Forschungs-Pipeline. Hier einige Beispiele:
 

Neuartiger Ansatz zur Behandlung von chronischer Herzschwäche

Im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln wir gemeinsam mit den amerikanischen Biotechnologieunternehmen Amgen und Cytokinetics in einer Phase-III-Studie einen innovativen Ansatz zur Behandlung der chronischen Herzschwäche. Dabei werden die sogenannten Myosin-Strukturen im Herzmuskel gezielt aktiviert, um die Schlagkraft des Herzens zu erhöhen. Myosin ist ein wichtiges Motorprotein in Muskelfasern und verleiht den Muskeln zusammen mit Aktin die Fähigkeit zu kontrahieren, also sich zusammenzuziehen.
 

Zellbasierte Krebs-Immuntherapien

Zusammen mit Pfizer und dem französischen Biotechnologieunternehmen Cellectis forscht Servier im Bereich der zellbasierten Krebs-Immuntherapeutika daran, sogenannte UCART-Therapien zu entwickeln. Dabei werden keine patienteneigenen T-Zellen verwendet, sondern aufbereitete T-Zellen gesunder Spender. Phase-I-Studiendaten wurden im Dezember 2017 beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Washington vorgestellt. Der Forschungsansatz wurde im Mai 2018 im Europäischen Parlament in Brüssel präsentiert.
 

Duale Checkpoint-Inhibitoren

Ein onkologisches Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem deutsch-amerikanischen Biotechnologieunternehmen Pieris Pharmaceuticals befasst sich mit sogenannten "dualen PD-1-Checkpoint-Inhibitoren". Ziel ist es, Krebszellen durch das körpereigene Immunsystem zu bekämpfen. Insgesamt entwickeln wir gemeinsam bis zu fünf therapeutische Programme, die sich derzeit in der prä-klinischen Entwicklung befinden.
 

Autoimmunerkrankungen

Einen neuen Ansatz zur Behandlung von Knie-Arthrose erforscht Servier seit Juni 2018 mit dem belgischen Biotechnologie-Unternehmen Galapagos in einer Phase-II-Studie.

Seit Februar 2018 erforscht Servier zusammen mit dem Düsseldorfer Biotechnologieunternehmen ImmunoQure in präklinischen Studien sogenannte Auto-Antikörper zur Behandlung von Lupus erythematodes sowie des Sjögren-Syndroms. Derzeit befinden sich die Forschungsprojekte in der präklinischen Entwicklung.
 

Probleme erkennen, bevor sie auftreten: MIP-DILI

Probleme erkennen, bevor sie auftreten – dies ist das Ziel des europäischen Forschungsprojekts MIP-DILI, das von der europäischen Innovative-Medicines-Initiative (IMI) ins Leben gerufen und gefördert wurde. MIP-DILI steht für „Mechanism-Based Integrated Systems for the Prediction of Drug-Induced Liver Injury“. Dabei geht es um Systeme zur Vorhersage von Leberschäden durch einen potenziellen neuen Arzneimittelwirkstoff. Serviers Forschern ist es zusammen mit den beteiligten Wissenschaftlern aus 26 Partnerorganisationen gelungen, neue Testverfahren zu entwickeln, mit denen sich vorhersagen lässt, ob ein neuer Wirkstoff die Leber schädigen wird oder nicht. Mit Hilfe der neuen Testverfahren ließe sich womöglich zudem die Zahl der Tierversuche reduzieren.

Weiterführende Informationen

Einen Überblick zu unserer Forschungspipeline finden Sie auf unserer globalen Website (in englischer Sprache).