Zirkadiane Rhythmik
Im menschlichen Körper laufen viele Vorgänge rhythmisch ab, wovon wiederum etliche einen 24-Stunden-Rhythmus aufweisen. Der bekannteste ist der Schlaf-Wach-Rhythmus innerhalb von 24 Stunden.
- Der zirkadiane Rhythmus ist ein periodischer Aktivitätszyklus, der etwa einen Tag umfasst (lateinisch. Circa: ungefähr, etwa; dies: der Tag).
- Der zirkadiane Rhythmus hat Einfluss auf verschiedene biologische und physiologische Paramater des Organismus wie die Körpertemperatur, den Blutdruck und die Ausschüttung der Hormone Melatonin, Cortisol sowie der Schilddrüsenhormone und gibt dem Körper so z.B. zu verstehen, wann es Zeit ist zu Schlafen oder Aufzustehen.
- Das Hormon Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und bei psychischem oder physischem Stress vermehrt ausgeschüttet. Cortisol nimmt unter anderem Einfluss auf Stoffwechsel, Immunfunktion und psychische Befindlichkeit.
- Gesteuert wird der zirkadiane Rhythmus von der "inneren Uhr" (= Nucleus suprachiasmaticus) des Menschen. Der Nucleus suprachiasmaticus (SCN) befindet sich im, vorderen Hypothalamus), einem Kerngebiet des Gehirns. Weil die innere Uhr aber einen Rhythmus zwischen 23–25 Stunden aufweist, muss sie jeden Tag auf den tatsächlichen 24-Stunden-Rhythmus neu eingestellt werden. Dies passiert durch externe Zeitgeber wie z.B. Melatonin. Die Melatoninausschüttung wird durch den natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus gesteuert, wobei Melatonin nur bei Dunkelheit ausgeschüttet wird.
- Die Melatoninrezeptoren finden sich hauptsächlich im Nucleus suprachiasmaticus.
