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Teufelskreis aus Depression und Störung der zirkadianen Rhythmik

Bei vielen Depressionskranken ist die zirkadiane Rhythmik gestört. Der Organismus erhält z.B. keine eindeutigen Signale mehr, die seinen Tag-Nacht-Rhythmus koordinieren.
 

  • Eine gestörte zirkadiane Rhythmik ist eine mögliche Ursache für die Entstehung einer  Depression. Gleichzeitig können zirkadiane Rhythmusstörungen ein Symptom der Depression sein.
     
  • Es entsteht ein Teufelskreis, in dem sich die Störung der zirkadianen Rhythmik  und die Depression wechselseitig verstärken können.
     
  • Circa 80–90 Prozent der Patienten mit Depression klagen über Schlafstörungen. Dieses ist für die Patienten ein wesentliches Symptom, das  mit am stärksten bei der Depression als quälend empfunden  wird.
     
  • Bei einer Depression findet sich häufig ein deutlich erniedrigter Melatoninspiegel. Dies kann Ursache oder Folge einer gestörten zirkadianen Rhythmik, insbesondere eines gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus sein. 
     
  • Ein weitere Zeichen der gestörten zirkadianen Rhythmik ist eine vermehrte und verfrühte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol (Phasenverschiebung). 
     
  • Ein neues Antidepressivum kann zu einer Normalisierung der gestörten zirkadianen Rhythmik und dabei insbesondere zu einer Verbesserung des Schlaf-Wach-Rhythmus beitragen, ohne eine Tagesmüdigkeit zu verursachen.
     
  • Zusammen mit einer deutlichen Stimmungsverbesserung führt dies zu einer starken antidepressiven Wirksamkeit (synergistischer Effekt).
     
  • Die Verbesserung von Stimmung und Schlaf erhöht die Chance, dass depressive Patienten die Therapie nicht abbrechen.