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Paul-Schölmerich-Preis für Innere Medizin 2010 an Professor Stephan Baldus vom Herzzentrum Hamburg

Fachbereich Medizin-Naturwissenschaften der Deutsch-Rumänischen Akademie verleiht Paul-Schölmerich-Preis für Innere Medizin zum vierten Mal an junge Mediziner

 

Wiesbaden - Professor Stephan Baldus, 40, vom Universitären Herzzentrum Hamburg wurde beim diesjährigen Internistenkongress Anfang April in Wiesbaden mit dem Paul-Schölmerich-Preis für Innere Medizin 2010 ausgezeichnet. Der Kardiologe erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit Myeloperoxidase, a mediator of atrial fibrillation. Professor Thomas Münzel aus Mainz, Leiter des Fachbereichs Medizin-Naturwissenschaften der Deutsch-Rumänischen Akademie, überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis.

 
Der erste Preis wurde in diesem Jahr erneut vom französischen Pharmaunternehmen SERVIER aus München gestiftet. Die Erforschung und Entwicklung von Therapeutika für den Herz-Kreislauf-Bereich ist einer der Schwerpunkte des Unternehmens. SERVIER zählt zu den weltweiten forschenden Pharmaunternehmen, die sich der Förderung junger Mediziner verpflichtet sehen.

 
Der zweite Preis ging an Dr. Christian Erbel, 33, von der Universität Heidelberg. Mit dem dritten Preis wurde die Arbeit von Dr. Maria Florescu, 32, von der Universität Bukarest in Rumänien, ausgezeichnet.

 

"Die Arbeit des diesjährigen Preisträgers, Professor Baldus," so Münzel in seiner Laudatio, "trägt dazu bei, insbesondere die Rolle inflammatorischer Prozesse und insbesondere der Myeloperoxidase bei der Pathogenese des Vorhofflimmerns zu verstehen." Die Arbeit wurde in Nature Medicine, der wichtigsten Fachzeitschrift im Bereich Medizin publiziert.


Stephan Baldus ist als leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für allgemeine und interventionelle Kardiologie am Universitären Herzzentrum Hamburg (Leitung: Professor Thomas Meinertz) tätig.

 
Der zweite Preis im Wert von 1.000 Euro, gestiftet von der Stiftung Mainzer Herz, ging an Dr. Christian Erbel, 33, vom Universitätsklinikum Heidelberg unter Leitung von Professor Hugo Katus. Erbel wurde für seine Arbeit Inhibition of Interleukin-17A attenuates atherosclerotic lesion development in apoe-deficient-mice - long-term effects of enzyme replacement therapy on Fabry cardiomyopathy. Evidence for a better outcome with early treatment mit dem zweiten Preis ausgezeichnet, die in The Journal of Immunology publiziert wurde.

 
"Diese Arbeit zeigt auf," so Münzel in Wiesbaden, "dass eine Inhibition des proinflammatorischen Zytokins IL-17A die Entwicklung atherosklerotischer Läsionen in Apo E-defizienten Mäusen drastisch reduzieren kann. Diese Daten unterstützen das Konzept einer wichtigen Rolle des IL-17A in der Pathogenese der Atherosklerose, die in erster Linie auf den proinflammatorischen und proapoptotischen Effekten des Zytokins beruhen."

 
Mit dem dritten Preis im Wert von 1.000 Euro, gestiftet von der Deutsch Rumänischen Akademie, wurde die Arbeit der 32jährige Kardiologin Dr. Maria Florescu, von der Universitätsklinik in Bukarest/Rumänien, ausgezeichnet. Sie erhielt diesen Preis für Ihre Arbeit "Supranormal” cardiac function in athletes related to better arterial and endothelial function – Ventriculo-arterial coupling in athletes. Frau Dr. Florescu konnte mit ihrer Arbeit zeigen, dass die supranormale Funktion von Sportlerherzen am ehesten auf einer verbesserten Endothel- und Arterienfunktion, verbunden mit vermindertem oxidativen Stress und optimaler ventrikulo-arterieller Kopplung, zurückzuführen ist. Diese Arbeit wurde als Publikation in der Zeitschrift Echocardiography Journal angenommen.