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Entstehung

Wenn der Knochenabbau die Oberhand gewinnt


Osteoporose KnochenabbauEs werden zwei Formen der Osteoporose vor allem im Hinblick auf die Entstehung unterschieden: primäre und sekundäre Osteoporose. Die häufigere Form ist die primäre Osteoporose; sie wird nach dem Zeitpunkt ihres Auftretens in die postmenopausale und die Altersosteoporose unterteilt.


Bei der postmenopausalen Osteoporose nimmt die Knochenmasse nach der Menopause ab. Dies ist auf den Östrogenmangel zurückzuführen. Ohne adäquates auslösendes Trauma, wie z. B. einen Sturz aus großer Höhe o. ä., brechen vor allem Brust- bzw. Lendenwirbel sowie der distale Radius. Die Altersosteoporose betrifft vor allem Patienten jenseits des 75. Lebensjahres, Frauen doppelt so häufig wie Männer. In dieser Gruppe steigt vor allem das Risiko, einen Schenkelhalsbruch zu erleiden. Neben der verschlechterten Knochenqualität sind hier Stürze, die nicht zuletzt durch eine Verschlechterung des Gleichgewichtssinns zustande kommen, ein Hauptauslöser.


Die sekundäre Osteoporose kann durch Erkrankungen hervorgerufen werden, die zu einer Störung des Stoffwechsels und Hormonhaushalts führen, sowie durch die Einnahme unterschiedlicher Medikamente. Die häufigste Form ist die Kortison-bedingte Osteoporose. Sie ist häufig für den Knochenschwund jüngerer und männlicher Patienten verantwortlich und erhöht vor allem die Frakturgefahr im Bereich der Wirbelsäule, Rippen und Oberschenkel.1

1 Ringe J-D (2003) Osteoporose Dialog, Thieme Verlag