1. Februar 2018

Depressions-Versorgung: Online-Therapieprogramm deprexis®24 für Versicherte privater Krankenkassen

München/Essen – Die Servier Deutschland GmbH und die LM+ Leistungsmanagement GmbH geben ihre Kooperation bekannt. Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Versorgung von Menschen mit Depressionen zu verbessern.

 

Das studiengestützte Online-Therapieprogramm deprexis®24 steht ab sofort auch für privat versicherte Patienten zur Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen zur Verfügung. Das Programm führt einen interaktiven Dialog mit dem Anwender und passt sich an seine individuellen Bedürfnisse an. Ziel ist es, Betroffenen in ihrer Depression zu helfen und die Fähigkeit zu einem verbesserten Selbstmanagement zu unterstützen.

 

"Diese Kooperation unterstreicht einmal mehr unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kostenträgern und Leistungserbringern", sagt Oliver Kirst, Geschäftsleiter der Servier Deutschland GmbH. "Mit deprexis®24 können nun auch privat versicherte Patienten ohne Wartezeiten kostenfrei auf ein evidenzbasiertes Online-Therapieprogramm bei Depressionen zurückgreifen. Das Programm ist zeit- und ortsunabhängig nutzbar und entspricht selbstverständlich den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen."

 

„Für unsere Vision einer verbesserten Versorgungsqualität ist deprexis®24 ein idealer Partner“, bestätigt Dr. Michael Gewaltig, Geschäftsführer der LM+. „Die Kooperation mit Servier ermöglicht es, unseren Versicherten ein innovatives, zertifiziertes Online-Therapieprogramm anzubieten. Denn gerade bei Patienten mit Depressionen ist es entscheidend, eine zeitnahe und fachgerechte Behandlung anbieten zu können."

 

Menschen, die an Depressionen leiden, brauchen schnelle Hilfe. Neben einer medikamentösen Behandlung kann eine fundierte Psychotherapie helfen. Tatsächlich erhalten jedoch nur rund zehn Prozent aller behandlungsbedürftigen Patienten mit einer akuten Depression in Deutschland eine geeignete Psychotherapie. Die durchschnittliche Wartezeit bis zu deren Beginn beträgt nicht selten sechs Monate. Dies ist für einen depressiv Erkrankten ein unvorstellbar langer Leidenszeitraum.

 

"Gerade die Verkürzung der Wartezeiten ist für Patienten, aber auch für die Leistungserbringer ein entscheidendes Kriterium", sagt Sabrina Kühn, Healthcare Managerin der Servier Deutschland GmbH. "Servier sieht sich hier als Partner, um die Versorgung von Menschen mit Depressionen in Deutschland zu verbessern."

 

Individualisierte und interaktive Online-Soforthilfe für Menschen mit Depressionen
Mithilfe des Online-Therapieprogramms deprexis®24 kann der Nutzer verschiedene Online-Module beliebig oft durcharbeiten – schnell, gezielt und ortsunabhängig. Die Module decken Themen ab, die auch in der klassischen kognitiven Verhaltenstherapie behandelt werden, zum Beispiel kognitive Aspekte der Depression, Entspannung, körperliche Aktivität oder soziale Kompetenz. Seine antidepressive Wirksamkeit hat das Programm in elf wissenschaftlichen Studien in Deutschland mit mehreren tausend Patienten nachgewiesen [1-11].

 

deprexis®24: Effektiv, flexibel und interaktiv
Das von der Servier Deutschland GmbH vertriebene und als Medizinprodukt CE-zertifizierte Online-Therapieprogramm deprexis®24 bietet bei unipolarer Depression oder depressiver Verstimmung eine wirksame Therapieunterstützung und/oder Wartezeitenüberbrückung.

 

Das interaktive Programm basiert auf anerkannten Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und wurde von Ärzten und Psychotherapeuten mitentwickelt. Es ist auf allen Computern und mobilen Endgeräten verfügbar. deprexis®24 führt über einen Zeitraum von drei Monaten einen virtuellen interaktiven, dynamischen Dialog mit dem Nutzer und reagiert individuell auf dessen Antworten. Es kann mit oder ohne begleitende Unterstützung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten angewendet werden, deren Begleitung der Anwendung von deprexis®24 verbessert jedoch den Effekt.

 

Die signifikante antidepressive Wirksamkeit von deprexis®24 wurde in elf wissenschaftlichen Studien in Deutschland mit mehreren tausend Patienten nachgewiesen [1-11]. Das in Deutschland entwickelte Online-Therapieprogramm erfüllt die strengen Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes.
Ziel ist es, dem Patienten in seiner Depression zu helfen und die Fähigkeit zu einem verbesserten Selbstmanagement zu unterstützen. Weitere Informationen zu deprexis®24 unter: https://www.deprexis24.de

 

Über Servier
Der internationale, als private Stiftung geführte Pharmakonzern Servier investiert jährlich ein Viertel seines Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente. Mit 21.600 Mitarbeitern ist Servier das zweitgrößte Pharmaunternehmen Frankreichs und das größte private französische Arzneimittelunternehmen.
Weltweit vertreibt das 1954 gegründete Unternehmen rund 50 Medikamente aus den Bereichen Herz-Kreislauf, Diabetes, Osteoporose, Krebs und Depression. Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete Servier Umsatzerlöse in Höhe von rund 4,15 Milliarden Euro.
Seit dem Tod des Firmengründers Dr. Jacques Servier im Jahr 2014 ist das Unternehmen in eine private Stiftung überführt worden und wird von einem Stiftungsrat unter Leitung von Olivier Laureau geführt.

 

Die deutsche Niederlassung des französischen Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Paris wurde 1996 in München gegründet. In Deutschland werden insbesondere Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Onkologie und Depression vermarktet. Die Unterstützung wissenschaftlicher Förderpreise sowie soziales Engagement sind selbstverständlich für Servier. (www.servier.de)

 

Über die LM+-Leistungsmanagement GmbH
Die LM+ Leistungsmanagement GmbH ist ein Joint Venture von vier privaten Krankenversicherungen: Barmenia, HALLESCHE, Signal Iduna und Gothaer mit insgesamt rund 4,5 Millionen Versicherten. Ziel ist es, die Vernetzung im Gesundheitsmarkt auszubauen, den Service für die Versicherten zu verbessern und die Versorgungsqualität zu erhöhen. Zudem sollen Kosten von Leistungsbeschaffung und -management zugunsten der Versicherten gesenkt werden, ohne zugleich das Leistungsportfolio zu vereinheitlichen.

 

Die neue Leistungsmanagement-Gesellschaft privater Krankenversicherer versteht sich dabei als Dienstleister zur Verbesserung der Versorgungsqualität und zur Beratung der beteiligten Gesellschaften.

 

 

Literatur:

  1. Meyer B et al. J Med Internet Res 2009; 11(2):e15. doi: 10.2196/jmir.1151
  2. Berger T et al. Cog Behav Ther 2011; 40: 251-266
  3. Moritz S et al. Behav Res Ther 2012; 50: 513-521
  4. Schröder J et al. Epilepsia 2014; 55: 2069-2076
  5. Meyer B et al. Internet Interventions 2015; 2: 48-59
  6. Fischer A et al. Lancet Psychiatry 2015; 2: 217-223
  7. Klein P et al. Psychother Psychosom 2016; 85:218-228
  8. Beevers, C.G., et al. J Consult Clin Psychol, 2017:367-380
  9. Berger, T., et al. J Affect Disord  2017:455-462
  10. Zwerenz, R., et al. Psychother Psychosom, 2017:341-350
  11. Gräfe V, Greiner W. The Journal of The International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research. 2017;20(9):A714

 

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